in Refraktive Chirurgie mit Laser

Refraktive Chirurgie werden Augenoperationen zur Korrektur der Brechkraft des Auges

September 11th, 2006

Unter dem Oberbegriff Refraktive Chirurgie werden Augenoperationen zusammengefasst, die eine Brille oder Kontaktlinsen zur Korrektur der Brechkraft ersetzen sollen. Die Augenheilkunde kennt mehrere Operationsmethoden zur Korrektur von Fehlsichtigkeit.

Seit dem 13. Jahrhundert sind Brillen die einzige Möglichkeit, um Sehschwächen zu korrigieren. Die refraktive Chirurgie selber ist dagegen noch ein relativ junger Bereich der Augenmedizin  und wird ständig verbessert, wie man auch am Methodenspektrum sehen kann. Die ersten wirklich klinischen Studien zur Untersuchung chirurgischer Methoden zur “Modellierung” der Kornea begannen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit Experimenten zur radialen Keratotomie (RK). Schnitte in der Oberfläche der Kornea sollten diese mittels Destabilisierung abflachen, um Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Allerdings traten bei diesem chirurgischen Verfahren Komplikationen bei der Vernarbung der Kornea auf. Erst ab 1978 wurde die radiale Keratotomie vermehrt bei kurzsichtigen Patienten angewendet. Anstelle die Abflachung durch eine direkte Schwächung der Hornhaut mit tiefen Schnitten zu vollziehen, hat der Spanier Jose Iganacio Barraquer die Abflachung durch den flächigen Gewebeabtrag innerer Hornhautschichten seit 1963 verfolgt (Keratomileusis). 1986 wurde mit der photorefraktiven Keratektomie (PRK) erstmals ein Laser für den Abtrag eingesetzt. In den 90er Jahren wurde die PRK zur LASEK weiterentwickelt. 1989 wurde die Keratomileusis zum ersten Mal mit dem Excimer Laser als Laser-Insitu-Keratmoleusis (LASIK) kombiniert. Dieses Verfahren wird heute hauptsächlich eingesetzt. Die radiale Keratotomie wurde weitgehend von diesen moderneren Laserverfahren verdrängt. In Deutschland haben 0,2% der Bevölkerung bereits ihren Sehfehler mittels refraktiver Chirurgie beheben lassen. Pro Jahr werden ca. 25.000 bis 124.000 neue Operationen durchgeführt, mit steigender Tendenz. Eine ambulante Operation in Deutschland  kostet derzeit 1.500-2.000 € pro Auge, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.